Startseite > Willkomen! > Kurzinfo > Kurzinfo nr. 37/04

Kurzinfo nr. 37/04

Im Rahmen des Vorgehens des Europäischen Gewerkschaftsbundes und anlässlich des Europäischen Aktionstages der FERPA ist der Exekutivausschuss der FERPA am 12. und 13. Februar 2004 in Brüssel zusammengetreten.

appelliert an

die Rentnerinnen und Rentner sowie alle älteren Menschen, an der Kundgebung vom 2. und 3. April 2004 teilzunehmen und einzutreten für:
- eine europäische Verfassung im Zeichen des sozialen Fortschritts,
- hochwertigen Sozialschutz,
- eine höhere Kaufkraft der Rentner,
- hochwertige öffentliche Dienste und Dienste von allgemeinem Interesse. Alle diese Forderungen sind beschäftigungsfördernder Natur.

Der Exekutivausschuss begrüßt

dass die Europäische Union am 1. Mai 2004 um 10 neue Länder erweitert wird. Gemeinsam mit den Arbeitnehmern und Rentnern dieser Länder verpflichten wir uns zum Aufbau eines sozialeren, demokratischeren und bürgernäheren Europas.

Der Exekutivausschuss unterstreicht

die Bedeutung der im Juni 2004 stattfindenden Wahlen zur Erneuerung des Europäischen Parlaments, des Herzens der europäischen Demokratie, der einzigen Einrichtung, deren Mitglieder demokratisch von den Bürgern gewählt werden. Bei dieser Gelegenheit werden über 450 Millionen Bürger aus 25 Ländern gemeinsam entscheiden, welchen Weg die Europäische Union in den kommenden Jahren einschlagen soll.

Der Exekutivausschuss beschließt

dass sich die FERPA an die europäischen politischen Parteien wenden wird, damit diese die Rechte und Forderungen der Rentner und älteren Menschen, die 40% der Wähler ausmachen, in den Wahlprogrammen, die sie den Wählern vorlegen, berücksichtigen. Die Rentner der FERPA fordern insbesondere die Verbesserung des Rechts auf Gesundheit, Rente, ein Mindesteinkommen zur Gewährleistung der Lebensqualität, auf Zugang zu hochwertigen öffentlichen Diensten und Diensten von allgemeinem Interesse aller Bürger, einschließlich der Rentner und älteren Menschen, sowie auf Betreuung pflegebedürftiger Menschen durch die öffentlichen Systeme. Parallel dazu werden die der FERPA angehörenden Gewerkschaftsorganisationen denselben Druck auf die politischen Parteien in ihrem jeweiligen Land ausüben.

Der Exekutivausschuss betont

die Tatsache, dass die Rentner der FERPA die politischen Parteien und die Kandidaten für das Parlament auf der Grundlage einer konkreten Initiative mit Blick auf die Schaffung einer generationsübergreifenden Gesellschaft, die die Sozialrechte verteidigt und verbessert, beurteilen werden.

Der Exekutivausschuss fordert

die Rentnerinnen und Rentner sowie alle älteren Menschen auf, sich massiv an den Wahlen zu beteiligen, die Wahlprogramme der politischen Parteien zu lesen und ihre Stimme für die Kandidaten abzugeben, die die Werte und Ziele, die den Forderungen und Bestrebungen der Arbeitnehmer und Rentner gerecht werden, teilen.

Der Exekutivausschuss beschließt

eine europäische Bittschrift an das Europäische Parlament zu richten, damit seine Initiative zugunsten der Schaffung einer generationsübergreifenden Gesellschaft und der Verteidigung sowie der Verbesserung der Sozialrechte stärker und wirksamer ausfällt.

Die Unterschriftensammlungskampagne wird in allen Ländern, in denen die FERPA mit ihren Mitgliedsorganisationen vertreten ist, stattfinden.

Abgeschlossen wird sie Ende Juli 2004, damit die Unterschriften dem Parlamentsvorsitz im September 2004 vorgelegt werden können.

Der Exekutivausschuss verabschiedet

die von den Mitgliedern des Lenkungsausschuss vorgelegten Arbeitsprogramme zu den verschiedenen Fragen.

Der Exekutivausschuss bewilligt

den Haushalt 2004 der FERPA in der vom Präsidenten der Finanzkommission vorgestellten Form.

Aufruf an die Rentnerinnen und Rentner und die älteren Menschen zu den Europawahlen von Juni 2004

Im Juni 2004 wird das Europäische Parlament erneuert. Über 450 Millionen Bürger aus 25 Ländern werden im Zuge der Wahlen gemeinsam entscheiden, welchen Weg die Europäische Union in den kommenden Jahren einschlagen soll. Dies ist in unser aller Interesse.

Das Parlament ist die einzige Einrichtung, deren Mitglieder direkt von den Bürgern der Europäischen Union gewählt werden. Wir brauchen ein Parlament, deren Abgeordnete für das soziale Europa stehen und sich entschieden einsetzen:

• das Wohlergehen seiner Bürger zu verteidigen und zu verbessern, • die soziale Ausgrenzung in allen Formen zu bekämpfen, • eine generationsübergreifende Gesellschaft zu schaffen, • das Recht auf Gesundheit, Rente, ein würdiges Mindesteinkommen zur Bekämpfung der Armut, auf Zugang zu öffentlichen Diensten und Diensten von allgemeinem Interesse sowie auf Betreuung pflegebedürftiger Menschen durch die öffentlichen Systeme zu verteidigen und zu verbessern, • auf Vollbeschäftigung und die Stärkung der internationalen Einrichtungen mit Blick auf die Beendigung aller Kriege und der Schaffung des Weltfriedens hinzuarbeiten.

Die Europawahlen stellen also ein wichtiges Ereignis dar. Wir müssen uns massiv daran beteiligen und überprüfen, dass die Programme der politischen Parteien unseren Zielen entsprechen.

Stimmen wir gemeinsam für das soziale Europa!

FERPA Europäischer Verband der Rentner und älteren Menschen

Europäische Bittschrift an die Europaabgeordneten und die Fraktionsvorsitzenden im Europäischen Parlament

Die Rentnerinnen und Rentner, die der FERPA, dem Europäischen Verband der Rentner und älteren Menschen, der etwa 10 Millionen Rentner in 23 Ländern Europas vertritt und Mitglied des Europäischen Gewerkschaftsbundes ist, angehören, wenden sich an Sie, die neu gewählten Europaabgeordneten. Sie bitten Sie, den 80 Millionen Rentnern und älteren Menschen in Europa mehr Interesse entgegenzubringen und ihnen mehr Initiativen zu widmen. Diese stellen angesichts ihrer Erfahrung und ihres Beitrags zum Gesellschafts- und Familienleben einen sozialen Reichtum dar, einen verkannten und unzulänglich gewürdigten Reichtum.

Die Rentner haben sich am Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg, an der Festigung der demokratischen Institutionen und der Schaffung der Europäischen Union beteiligt. Sie sind gemeinsam mit den Lohnempfängern für eine bessere Wohlstandsverteilung, für mehr Solidarität und soziale Gerechtigkeit eingetreten und tun dies auch weiterhin.

Die der FERPA angehörenden Rentner richten einen Appell an Sie, damit Ihr Vorgehen durch folgende Maßnahmen zur Schaffung einer generationsübergreifenden und solidarischen Gesellschaft beiträgt: das Recht auf Gesundheit, Rente und ein Mindesteinkommen zur Gewährleistung einer realen Lebensqualität verteidigen und verbessern, allen Bürgern, einschließlich der älteren Menschen, Zugang zu hochwertigen öffentlichen Diensten und Diensten von allgemeinem Interesse bieten und die Betreuung von pflegebedürftigen Menschen ermöglichen.

Das Europäische Parlament, dessen Aufgabe die Vertretung der Bürger Europas ist, kann diese 80 Millionen Menschen nicht ignorieren. Sie haben die Aufmerksamkeit der europäischen Einrichtungen verdient und verdienen sie aufgrund ihres Kampfes zugunsten eines sozialeren und bürgernäheren Europas weiterhin.

Sie bitten Sie also, die repräsentativsten Organisationen der Rentner und älteren Menschen auf europäischer Ebene und vor allem die FERPA bei der Entscheidungsfindung bezüglich deren alltäglicher Lebensbedingungen systematisch zu befragen: Gesundheit, Rente, Abhängigkeit, Bekämpfung der sozialen Ausgrenzung, Ausbildung über das Berufsleben hinaus usw.

Dazu ist es unabdingbar, dass sich die europäischen Einrichtungen einer aktiven Mitwirkung der Rentner öffnen.

Brief an die europäischen politischen Parteien

Der Europäische Verband der Rentner und älteren Menschen (FERPA ), der dem Europäischen Gewerkschaftsbund (EGB) angehört, ist der Auffassung, dass die Europawahlen von Juni 2004 zur Erneuerung des Parlaments – des Herzens der europäischen Demokratie – von größter Bedeutung sind. Denn dabei handelt es sich um die einzige Einrichtung, deren Mitglieder direkt von den Bürgern gewählt werden.

Anlässlich der Juniwahlen richtet die FERPA einen „Appell an die Rentnerinnen und Rentner und älteren Menschen“, sich massiv an der Wahl zu beteiligen.

Künftig müssen sich die europäischen Einrichtungen in zunehmendem Maße den Herausforderungen im Zuge einer längeren Lebenserwartung stellen. Die FERPA will sich zu den politischen Programmen sowie deren Antwort auf das, was als gewaltiger sozialer Fortschritt bezeichnet werden kann, informieren. Warten die Parteien mit einer Vision mit fortschrittlichen Lösungen auf, oder steuern sie eher auf den sozialen Abstieg zu?

In Europa stellen die Rentner und älteren Menschen einen bedeutenden Bevölkerungsanteil dar, und sie machen 40% der Wähler aus. Heute fordern sie im Rahmen einer generationsübergreifenden und solidarischen Kultur ihre Rechte ein und verlangen, dass ihre Erwartungen berücksichtigt werden.

Sie bitten ebenfalls darum, dass ihre aktive Mitwirkung am Leben der europäischen Einrichtungen gefördert und aufgewertet wird.

Unsere Mitglieder werden die Inhalte der Programme, die Ihre Partei den Wählern vorlegen, bezüglich der Bereiche im Zusammenhang mit dem alltäglichen Leben also besonders aufmerksam analysieren.

Die Mitglieder der FERPA werden ebenfalls Ihre Vorschläge zugunsten der älteren, abhängigen und am stärksten benachteiligten Menschen einschätzen.

Wir als Rentnergewerkschaft bitten Sie, für die Verteidigung einer Gesellschaft auf der Grundlage von Solidarität, sozialen Rechten, Vollbeschäftigung, sozialer Gerechtigkeit, einer gerechteren Wohlstandsverteilung, Respekt aller sowie der Bekämpfung aller Formen von Diskriminierung und sozialer Ausgrenzung einzutreten.

Die Rentner der FERPA erwarten von Ihnen Initiativen zur Verteidigung und Verbesserung des europäischen Sozialmodells, zur Verteidigung und Verbesserung des Rechts auf Gesundheit, Rente, ein würdiges Mindesteinkommen zur Bekämpfung der Armut, auf Zugang zu hochwertigen öffentlichen Diensten und Diensten von allgemeinem Interesse aller Bürger, einschließlich der Rentner und älteren Menschen, sowie auf Betreuung pflegebedürftiger Menschen durch die öffentlichen Systeme.

Im Rahmen des Vorgehens des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB), ruft der Europäische Verband der Rentner und älteren Menschen (FERPA) seine Organisationen dazu auf, die Rentner und älteren Menschen gemäß der in jedem Land festgelegten Modalitäten zur Teilnahme an der Kundgebung vom 2. und 3. April 2004 zu versammeln und folgende Forderungen zu stellen: • erhebliche und progressive Aufwertung der Kaufkraft der Rentner; • hochwertiger Sozialschutz: Gesundheit, Sozialdienste… • Widerstand gegenüber der Privatisierung der öffentlichen Dienste und Dienste von allgemeinem Interesse, die ein wichtiges Element des sozialen Zusammenhalts darstellen.

Alle diese Forderungen sind beschäftigungsfördernder Natur.

Die FERPA tritt für eine europäische Verfassung im Zeichen des sozialen Fortschritts ein.

Parallel dazu werden die nationalen FERPA-Organisationen die politischen Parteien in ihrem jeweiligen Land befragen.

Die FERPA hat großes Interesse an Ihren Plänen und steht Ihnen gerne für ein Gespräch zur Verfügung, um Ihnen die Erwartungen der Rentner und der älteren Menschen mit Blick auf die nächsten Europawahlen besser vorstellen zu können.